
Hat mein älterer Tesla den Wächter-Modus? Model S und X, 2012–2020
Wahrscheinlich ja, wenn dein Model S oder Model X nach etwa August 2017 gebaut wurde. Tesla hat den Wächter-Modus ab diesem Zeitpunkt für diese Autos eingeführt; ältere Autos waren nicht dabei. Am schnellsten gehst du am Auto selbst auf Nummer sicher: Stehen auf dem Touchscreen unter Fahrzeug > Sicherheit sowohl Wächter-Modus als auch Dashcam, kann es Wächter-Modus-Clips aufzeichnen.
Auch mit Wächter-Modus kann ein Model S oder Model X von 2012 bis 2020 weniger als ein neuerer Tesla: Es gibt keine Live-Kamera (View Live Camera), und Autos, die vor etwa Februar 2018 gebaut wurden, zeichnen die Heckkamera nicht auf. Die Tesla-App schickt weiterhin Benachrichtigungen, aber nur, wenn der Alarm ausgelöst wird, jemand versucht, eine Tür oder den Kofferraum zu öffnen, oder das Auto plötzliche ruckartige Bewegungen erkennt. Meldungen von Drittanbietern wie Sentry Pro setzen Teslas Computer mit Intel-Prozessor voraus (verbaut ab etwa März 2018), dazu Software 2025.20 oder neuer und eine eingeschaltete Einstellung im Auto.
Welche älteren Model S und Model X den Wächter-Modus haben
Tesla hat für diese Autos keine einheitliche Tabelle veröffentlicht. Diese hier fasst Teslas Ankündigungen, Handbücher und Support-Seiten zusammen. Die Daten sind ungefähre Angaben; maßgeblich sind am Ende die Menüs deines Autos. Besitzer nennen den ursprünglichen Touchscreen-Computer oft MCU1 und den Intel-Computer MCU2.
| Gebaut (etwa) | Wächter-Modus | Meldungen von Drittanbietern |
|---|---|---|
| Bis Oktober 2016 (kein Autopilot oder Autopilot der ersten Generation) | Nein | Nein |
| Oktober 2016 bis August 2017 (erste Autopilot-Hardware mit acht Kameras) | Nicht Teil von Teslas Einführung | Nein |
| August 2017 bis März 2018 (Autopilot-Hardware 2.5, ursprünglicher Touchscreen-Computer) | Ja, mit Dashcam; Heckkamera nur bei Autos, die nach etwa Februar 2018 gebaut wurden | Nein |
| März 2018 bis 2020 (Touchscreen-Computer mit Intel-Prozessor) | Ja, mit Dashcam, auch die Heckkamera | Ja, mit Software 2025.20 oder neuer und aktivierter Einstellung |
Keines dieser Autos hat die Live-Kamera, egal wann es gebaut wurde. Die zweite Zeile ist die Grauzone. Diese Autos haben die acht Kameras, aber Teslas Ankündigung des Wächter-Modus nannte nur Autos, die nach August 2017 gebaut wurden, und die Ankündigung der Dashcam nannte nur die damals eingeführte Autopilot-Hardware 2.5. Besitzer dieser Autos berichten, dass sie keine Wächter-Modus-Clips aufzeichnen, selbst wenn der Wächter-Modus auf dem Bildschirm erscheint.
Prüf dein Auto in einer Minute
- Fahrzeug > Sicherheit. Such nach Wächter-Modus und Dashcam. Zum Aufzeichnen braucht der Wächter-Modus eine eingeschaltete Dashcam (Fahrzeug > Sicherheit > Dashcam) und ein formatiertes USB-Laufwerk.
- Daten-Streaming für Drittanbieter-Apps zulassen, auf demselben Bildschirm. Laut Tesla gibt es diese Einstellung nur bei älteren Model S und Model X mit Intel-Computern, und diese Autos brauchen Software 2025.20 oder neuer, um Daten zu streamen. Ist sie vorhanden, kann das Auto Daten an Drittanbieter-Apps senden, sobald du sie einschaltest.
- Fahrzeug > Software. Hier siehst du die Softwareversion des Autos. Teslas Seite zum Upgrade ergänzt, dass „Zusätzliche Fahrzeuginformationen“, aufrufbar über diesen Bildschirm, anzeigt, welchen Computer für autonomes Fahren das Auto hat (Tesla nennt ihn „KI-Computer“). Das ist wichtig, wenn du Tesla nach einem Upgrade fragst.
Was die Ergebnisse bedeuten:
- Wächter-Modus und Dashcam vorhanden, Software 2025.20 oder neuer, keine Streaming-Einstellung: Das Auto hat höchstwahrscheinlich den ursprünglichen Touchscreen-Computer. Wächter-Modus und Benachrichtigungen der Tesla-App funktionieren, aber Drittanbieter-Apps können seine Daten nicht empfangen.
- Wächter-Modus vorhanden, aber keine Dashcam: Ohne Dashcam kann der Wächter-Modus nicht aufzeichnen. Besitzer von Autos, die etwa zwischen Oktober 2016 und August 2017 gebaut wurden, haben das berichtet. Im Abschnitt zum Upgrade steht, was daran etwas ändern könnte.
- Software älter als 2025.20: Installiere verfügbare Updates und such dann noch einmal nach der Streaming-Einstellung.
- Kein Wächter-Modus: Das Auto hat ihn nicht. Lies den Abschnitt zum Upgrade, bevor du für irgendwelche Arbeiten bezahlst.
Was ältere Autos auch mit Wächter-Modus nicht können
- Keine Live-Ansicht. Laut Tesla ist die Live-Kamera für Model S und Model X der Baujahre 2012 bis 2020 nicht verfügbar. Du kannst während einer Meldung also nicht per Handy durch die Kameras schauen und bist danach auf die Aufnahme angewiesen.
- Keine Heckkamera vor etwa Februar 2018. Laut Teslas Handbuch sind Aufnahmen der Heckkamera nur bei Fahrzeugen verfügbar, die nach etwa Februar 2018 gebaut wurden. Bei diesen Autos besteht jeder gespeicherte Clip aus vier Videos: vorne, hinten, links und rechts.
- Clips im Auto ansehen. Tesla zählt den Dashcam-Viewer zu dem, was sein Infotainment-Upgrade bei Autos mit dem neueren Computer für autonomes Fahren freischaltet, und Besitzer mit dem ursprünglichen Touchscreen berichten, dass sie Clips im Auto nicht abspielen können. Hat deins den ursprünglichen Touchscreen, plane ein, die Clips am Computer anzusehen.
- Das USB-Laufwerk bleibt wichtig. Tesla verlangt ein Laufwerk mit mindestens 64 GB und einer dauerhaften Schreibgeschwindigkeit von mindestens 4 MB/s. Formatieren kannst du es im Auto unter Fahrzeug > Sicherheit > USB-Laufwerk formatieren. Nutze den USB-Anschluss im Handschuhfach, falls dein Auto einen hat, sonst einen vorderen Anschluss in der Mittelkonsole; die hinteren Anschlüsse laden nur Geräte. Ohne Laufwerk benachrichtigt dich der Wächter-Modus weiterhin über die Tesla-App, zeichnet aber nichts auf.
Hat das Auto den Wächter-Modus, erscheinen aber keine Clips, geh die Checks zu USB-Laufwerk und Aufnahme in unserem Leitfaden zur Fehlerbehebung beim Wächter-Modus durch.
Bringt ein Upgrade den Wächter-Modus?
Tesla verkauft für Model S und Model X, die im März 2018 oder früher gebaut wurden, ein Infotainment-Upgrade, das du über die Tesla-App buchst. Zum Wächter-Modus schreibt Tesla auf seiner Support-Seite, dass das Upgrade bei Autos mit Teslas neuerem Computer für autonomes Fahren Aufnahmen der vorderen, hinteren und seitlichen Kameras für Wächter-Modus und Dashcam ermöglicht, einschließlich des Dashcam-Viewers. Was sich bei einem Auto ohne diesen Computer ändert, steht dort nicht.
Bei Autos, die etwa zwischen Oktober 2016 und August 2017 gebaut wurden, berichten Besitzer, dass der Einbau von Teslas neuerem Computer für autonomes Fahren die Aufzeichnung im Wächter-Modus gebracht hat. Manche sagen allerdings, die Qualität sei schlecht gewesen, bis auch der Touchscreen-Computer aufgerüstet wurde. Tesla hat das nicht bestätigt. Sieh es also als Erfahrung von Besitzern, nicht als Versprechen.
Auch Meldungen von Drittanbietern nach einem Upgrade sind eine Grauzone. Teslas Entwicklerdokumentation knüpft die Streaming-Einstellung an Intel-Computer, führt aber Model S und Model X von vor 2018 auch als nicht unterstützt für Daten-Streaming auf und sagt nichts zu aufgerüsteten Autos. Wurde deins aufgerüstet, aktualisiere auf 2025.20 oder neuer und prüf, ob die Einstellung erscheint.
Ist der Wächter-Modus der Grund, warum du über ein Upgrade nachdenkst, frag vor der Terminbuchung beim Tesla Service nach, was genau dein Auto davon hätte.
Wächter-Modus-Meldungen aufs Handy bekommen
Über die Tesla-App. Bei jedem älteren Model S oder Model X mit Wächter-Modus benachrichtigt dich die Tesla-App, wenn der Alarm ausgelöst wird, wenn jemand versucht, eine Tür oder den Kofferraum zu öffnen, oder wenn das Auto plötzliche ruckartige Bewegungen erkennt. Stuft der Wächter-Modus ein Ereignis nicht als eindeutige Bedrohung ein, zeichnet er Aufnahmen auf, ohne den Alarm auszulösen. Prüfe, ob die Benachrichtigungseinstellungen der App Meldungen zum Sicherheitsalarm enthalten und ob Fahrzeug > Sicherheit > Mobilen Zugriff ermöglichen eingeschaltet ist, damit die App das Auto erreichen kann.
Über eine Drittanbieter-App wie Sentry Pro. Das funktioniert nur bei Autos mit Teslas Intel-Computer, mit Software 2025.20 oder neuer und wenn Fahrzeug > Sicherheit > Daten-Streaming für Drittanbieter-Apps zulassen eingeschaltet ist. Diese Autos brauchen keinen virtuellen Schlüssel; die Einstellung im Auto ersetzt ihn. Autos mit dem ursprünglichen Computer haben diese Einstellung nicht. Sentry Pro kann ihre Daten deshalb nicht empfangen und keine Meldungen für sie senden.
Wenn du eines dieser Autos hinzufügst, prüft Sentry Pro, ob die Einstellung eingeschaltet ist. Ist sie aus, zeigt dir die App, wo du sie findest, und prüft erneut, wenn du zur App zurückkehrst; es kann ein paar Minuten dauern, bis die Änderung ankommt. Ist die Software des Autos älter als 2025.20, kann sich Sentry Pro erst verbinden, wenn du sie aktualisiert hast. In unseren FAQ findest du die Einrichtungsschritte für Model S und Model X von vor 2021 und die Liste der unterstützten Autos.
Sobald die Verbindung steht, behandelt Sentry Pro diese Autos wie neuere Teslas: Es meldet sich, wenn der Wächter-Modus-Status des Autos Aktivität rund um das Auto oder einen ausgelösten Alarm anzeigt. Ein Tipp auf eine Meldung öffnet die Tesla-App, die die Kameras dieser Autos nicht live zeigen kann. Sieh dir also hinterher die Aufnahme an. Meldungen von Sentry Pro setzen ein Abo oder eine Testphase voraus. Tesla hat das Daten-Streaming für diese älteren Autos erst 2025 eingeführt. Prüf deshalb, ob Meldungen von deinem Auto ankommen, bevor du dich darauf verlässt, am besten während einer Testphase, falls du mit einer beginnst.
Älteres Model S oder Model X gebraucht kaufen?
Mach den Ein-Minuten-Check vor dem Kauf, nicht danach: Fahrzeug > Sicherheit für Wächter-Modus, Dashcam und die Streaming-Einstellung, Fahrzeug > Software für die Version. Bitte den Verkäufer, dir einen gespeicherten Wächter-Modus- oder Dashcam-Clip vom USB-Laufwerk des Autos zu zeigen (auf einem Laptop, falls der Touchscreen ihn nicht abspielen kann). So siehst du, dass die Kameras wirklich aufzeichnen. Nach dem Kauf hilft dir unsere Checkliste für gebrauchte Teslas bei Konten, Schlüsseln und Aufnahmen, und der Leitfaden zum Wächter-Modus erklärt die Einstellungen für den Alltag.
Häufig gestellte Fragen
Hat ein Model S von 2016 den Wächter-Modus?
Nicht ab Werk. Tesla hat den Wächter-Modus für Model S und Model X eingeführt, die nach August 2017 gebaut wurden; 2016 gebaute Autos waren nicht dabei. Besitzer von Autos, die etwa zwischen Oktober 2016 und August 2017 gebaut wurden und schon acht Kameras haben, berichten, dass sie keine Wächter-Modus-Clips aufzeichnen. Um sicherzugehen, sieh auf dem Touchscreen unter Fahrzeug > Sicherheit nach: Stehen dort nicht sowohl Wächter-Modus als auch Dashcam, kann das Auto keine Wächter-Modus-Clips aufzeichnen.
Kann man den Wächter-Modus bei einem älteren Tesla nachrüsten?
Vielleicht, aber frag zuerst bei Tesla nach. Tesla bietet für Model S und Model X, die im März 2018 oder früher gebaut wurden, ein Infotainment-Upgrade an. Laut Tesla ermöglicht es bei Autos mit dem neueren Tesla-Computer für autonomes Fahren Aufnahmen der vorderen, hinteren und seitlichen Kameras für Wächter-Modus und Dashcam, einschließlich des Dashcam-Viewers. Was sich bei anderen Autos ändert, sagt Tesla nicht. Frag deshalb vor der Terminbuchung beim Tesla Service nach, was genau dein Auto davon hätte.
Funktioniert die Live-Kamera bei einem Model S oder Model X von 2018 bis 2020?
Nein. Laut Tesla ist die Live-Kamera für Model S und Model X der Baujahre 2012 bis 2020 nicht verfügbar. Du bist stattdessen auf die Aufnahmen auf dem USB-Laufwerk des Autos angewiesen. Auch Sentry Pro zeigt keine Videos: Ein Tipp auf eine seiner Meldungen öffnet die Tesla-App.
Bekomme ich Wächter-Modus-Meldungen bei einem Model S oder Model X mit dem ursprünglichen MCU1-Computer?
Über die Tesla-App ja, sofern das Auto den Wächter-Modus hat. Bei Autos mit dem ursprünglichen Computer betrifft das die etwa zwischen August 2017 und März 2018 gebauten. Die App benachrichtigt dich, wenn der Alarm ausgelöst wird, wenn jemand versucht, eine Tür oder den Kofferraum zu öffnen, oder wenn das Auto plötzliche ruckartige Bewegungen erkennt. Drittanbieter-Apps, auch Sentry Pro, können von diesen Autos keine Daten empfangen, weil Tesla seine Einstellung für Daten-Streaming an Drittanbieter-Apps nur bei älteren Model S und Model X mit Intel-Computern anbietet.